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Pressespiegel 2003christlich-muslimischer Dialog in Rheine |
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31.01.2003: KABler auf den Spuren von Mohammed
Islam war Thema bei zwei Veranstaltungen
12.07.2003: Wird Deutschland vom Islam unterwandert?
Udo Ulfkotte liest aus seinem Buch über islamistische Aktivitäten in Deutschland
17.07.2003: Begräbnisplätze für Muslime in Kürze
Besuch des türkischen Generalkonsuls
19.07.2003: Radikaler Islamismus bedroht auch Europa
FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte warnte vor Terror-Gefahr
19.07.2003: Terroristen auch in Rheine?
Vortrag zum radikal-islamistischen Terrorismus mit FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte
Islam war Thema bei zwei Veranstaltungen
In zwei Veranstaltungen beschäftigte sich die KAB St. Paulus mit dem Islam. Anfang des Monats stand ein Gesprächsabend auf dem Programm, zu dem ein Mitglied aus Rheine, Wilhelm Hoffmann, über den Glauben des Islam sprach. So erfuhren die Borghorster zum Beispiel,dass es fünf Gebetszeiten am Tag gibt, zu denen sich die Gläubigen nach Möglichkeit in der Moschee versammeln. Die Grundlagen des Glaubens stehen auf fünf Säulen: das Glaubensbekennfüis, das Gebet, das Fasten, die Armensteuer und die Pilgerfahrt
Als nächstes stand ein Besuch der Moschee in Rheine an. Dort durften die Gäste nach einem herzlichen Empfang mit Kaffee und Plätzchen bei einer Gebetszeit anwesend sein.
Die KABler aus Borghorst konnten sehen, wie dort gebetet wird, angeleitet vom Imam. Anschließend gab es die Möglichkeit, sich mit dem Vorsteher der Gemeinde, zu der 125 Familien gehören, zu unterhalten und Fragen zu stellen zum Selbstverständnis der Mohammedaner. Auch die Ausstattung der Moschee wurdet besichtigt, die einzelnen Bilder und Gegenstände erklärt. Über die Festtage und die Kultur im Islam war ebenfalls etwas zu erfahren.
Westfälische Nachrichten, Ausgabe Steinfurt, 31.01.2003
Wird Deutschland vom Islam unterwandert?
Udo Ulfkotte liest am Donnerstag, 17. Juli, im Kloster Bentlage aus seinem Buch über islamistische Aktivitäten in Deutschland.
Einige sehen in ihm den versierten Terrorismus-Experten, der die Augen öffnen will für die "Gefährlichkeit des radikalen Islam in Deutschland". Andere fürchten dagegen einen "Hardliner" und "Verschwörungstheoretiker", der mit "undurchsichtigen Informationen aus Geheimdienstkreisefr' verantwortungslos provoziert und eine ernsthafte Auseinandersetzung über das Problem des radikalen Islam erschwert. Die Rede ist von Udo Ulfkotte, der am Donnerstag, 17. Juli, im Kloster Bentlage in Rheine sein umstrittenes Buch "Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern" vorstellen wird.
Schon im Klappentext des im Eichhorn-Verlag erschienenen Buches wird ein Angst erzeugendes Szenario präsentiert. Zitat: "Deutschland wird unterwandert. Gewaltbereite Islamisten tarnen sich als friedliche Muslime, errichten ein geheimes Netzwerk und pflegen beste Beziehungen zu Al Qaida, Hamas, Hisbollah und anderen Terrorgruppen. (Ulfkotte ...) nennt Namen von Personen, Familien und Organisationen, die zum Angriff auf unseren Rechtsstaat rüsten. Ihr Ziel: der islamische Gottesstaat."
Ist es brisantes Material aus den "Giftschränken der Geheimdienste", das der Redakteur der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und Universitätsdozent für Spionage-und Terrorabwehr sowie Security Management zusammengetragen hat? Oder ist da ein "naiver Journalist der Desinformationspolitik der Nachrichtendienste auf den Leim gegangen"? Die Bewertung der Buch-Rezensenten könnte unterschiedlicher kaum ausfallen. Je nach politischer Färbung wird Ulfkott e in den Medien entweder gefeiert als jemand, der die Unterwanderung Deutschlands durch gewaltbereite Lslamisten schonunRslas aufdeckt oder gescholten als einer, der "Bürgerkriegsängste" schürt.
Erstaunlich einig sind sich die Ulfkotte-Kritiker von links und rechts indes in einem Punkt: Islamisten in Deutschland versuchen, durch organisierten Protest Einfluss auf unliebsame Berichterstattung zu nehmen. In einem Kommentar für die Berliner tageszeitung (taz) stellt Autor Eberhard Seidel fest: "Die Einzelfälle haben sich zu einem System der Einschüchterung verdichtet."
In der Tat bekam auch Autor Ulfkotte den Maulkorb umgehängt. Der Vertrieb des Buches wurde auf Antrag islamischer Organisationen per Gerichtsbeschluss kurzfristig gestoppt. Allerdings wohl nicht, weil "radikale lslamisten Deutschland unterwandern" und das deutsche Rechtssystem perfide ausnutzen. Diese Lesart ist zumindest der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) "zu simpel". Denn weder sei der "PolitReißer des FAZ-Redakteurs Ulfkotte ein über jede Kritik erhabenes Werk unbestechlicher Aufklärung, noch wird man grundsätzlich bestreiten wollen, dass auch politisch fragwürdige Organisationen und Einzelpersonen das Recht haben, sich gegen öffentliche Kritik mit juristischen Mitteln zur Wehr zu setzen."
Indes ist Ulfkotte längst nicht der einzige professioneue Beobachter, der nach Auswertung deutscher Verfassungsschutzberichte zu dem Schluss kommt, dass die Gefährlichkeit des radikalen Islam in Deutschland unterschätzt wird. "Eine Demokratie, die ihre Feinde nicht mehr erkennt, wird zu einer Gefahr für sich selbst. Die Arbeit der islamistischen Vereinigungen in Deutschland muss strenger unter die Lupe genommen werden", forderte der deutschtürkische Schriftsteller und Intellektuelle Zafer Senocak in einem Beitrag für die Tageszeitung "Die Welt".
Aufrechter Mahner oder doch eher dialogplättender Provokateur? Auf Einladung des Vereins "EuropaBrücke" kann das interessierte Publikum Udo Ulfkotte am kommenden Donnerstagabend auf den Zahn fühlen. Dr. Heinrich Hoff-schulte, der frühere Oberkreisdirektor und renommierte Europa-Experte, wird die Veranstaltung moderieren. Zur Veranstaltung bietet die Buchhandlung Eckers ausgewählte Literatur auf einem Büchertisch an.
"Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern", Vortrag zum Buch mit Autor Udo Ulf kotte. Donnerstag, 17. Juli, 19.30 Uhr, Dormitorium, Kloster Bentlage
Münsterländische Volkszeitung 12.07.2003
Begräbnisplätze für Muslime in Kürze
Besuch des türkischen Generalkonsuls
Begräbnisplätze für muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger werden in Kürze auf dem Friedhof Eschendorf zur Verfügung stehen. Dies teilte Bürgermeister Wilhelm Niemann beim gestrigen Besuch des türkischen Generalkonsuls Alphan Sölen mit. Mit diesem Gräberfeld für Muslime kämen die Kirchengemeinde St. Antonius und die Stadt Rheine einem schon lange geäußerten Wunsch türkischer MitbürgerInnen nach. Die Notwendigkeit dazu ergebe sich allein schon aus der Integration dieser in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Gastarbeiter nach Rheine gekommenen Bevölkerungsgruppe.
Die Zuwanderung aus der Türkei begann in Rheine im August des Jahres 1964 mit einer Gruppe von zehn Gastarbeitern. Rheine ist eine von der Textilindustrie geprägte Stadt, in der die Fabriken damals auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen waren. Seit Anfang der 70er Jahre folgten den türkischen Arbeitnehmern die Ehegattinnen und Kinder. Heute leben etwa 1000 Türken in Rheine. Viele davon sind inzwischen eingebürgerte Deutsche, die in türkischer Tradition hier leben. Damit sind die türkischen und türkischstämmigen Einwohner die zahlenmäßig größte Gruppe zugewanderter Ausländer. 300 von Ihnen sind Kinder und Jugendliche, 650 sind Erwachsene im Erwerbstätigenalter und 50 von ihnen haben bereits das Rentenalter erreicht. Frauen und Männer halten sich zahlenmäßig in etwa die Waage.
Inzwischen leben bereits vier Generationen in Rheine. Viele der türkischen Mitbürger sind bereits hier geboren und empfinden sich als als Rheinenser, was in dem kürzlich vorgestellten Film von Evelyn Futterknecht "Zwischen den Orten" zum Ausdruck kam. Sie haben ihre Rückkehrabsichten in das "Land ihrer Väter" aufgegeben.
Und mit ihnen bleibt die Generation der Alten, so dass sich die Stadtgemeinschaft erstmals auch auf türkische Rentnerinnen und Rentner und ihre Bedürfnisse einzustellen hat.
"Viele der türkischen Mitbürgerlnnen sind inzwischen in Rheine heimisch geworden, ohne ihre Herkunft zu vergessen"‚ betonte Bürgermeister Wilhelm Niemann. Dies unterstreiche auch die Existenz der vier türkischen Vereine. Die Türkisch-Islamische Kulturunion in der Moschee an der der Münsterstraße, das Türkisch-Islamische Kulturzentrum in der Moschee an der Elter Straße, der Türkische Schul-, Eltern-, Kultur- und Sport-verein sowie der Deutsch-Türkische Kulturverein sind die Zentren der muslimischen Mitbürger.
Die türkische bzw. türkisch-stämmige Bevölkerung sei, so der Bürgermeister, ein integraler Bestandteil der Stadt. Dieses lasse sich nicht nur am regen Leben in den Vereinen erkennen, die mit ihren Fußballabteilungen, ihren regelmäßigen Sport-, Kul-tur- und Kinderfesten, aber auch durch ihr soziales Engagement in der Jugendarbeit, beim Schüleraustausch oder bei der Erdbebenhilfe für die Türkei Anteil nehmen am gesellschaftlichen Leben der Stadt. Hinzu komme die Informationsarbeit der türkischen Vereine, die in den vergangenen Jahren durch die Türki-schen Kulturtage, die Ausstellung über die "Türkische Einwanderung in Rheine" oder die Ausstellung "Haymatloz" zum Ausdruck gekommen sei. Beispielhaft sei auch die Arbeit einzelner Menschen. So sei der türkische Mitbürger Faruk Iflazoglu im Jahre 1999 für sein soziales Engagement mit dem Bürgerpreis der Stadt Rheine ausgezeichnet worden.
Niemann verwies in diesem Zusammenhang auch auf die rege Zusammenarbeit der Moscheen mit den christlichen Kirchen. Auch im Ausländer-beirat seien die Türken stark vertreten und seien so an der Gestaltung der Politik in der Stadt beteiligt. Nicht zu vergessen sei auch, dass Türken in Rheine eigene Geschäfte und Betriebe eröffnet und dadurch Arbeits- und Ausbildungsplätze auch für Deutsche geschaffen hätten.
Die Integration der ausländischen Einwohner nehme die Stadt sehr ernst, betonte der Bürgermeister abschließend. Dieses werde auch in dem erst kürzlich vom Rat verabschiedeten Migrations- und Integrationskonzept deutlich.
Konkret könnten bereits heute in den Rheiner Schulen türkische Schülerinnen und Schüler einen muttersprachlichen Unterricht besuchen. Zudem fördere man integrative Kmdergartenprojekte und nicht zuletzt böte man im Rathaus für alle Türkinnen und Türken eine muttersprachliche Beratung an.
Münstersche Zeitung 17.07.2003
Foto: Bausling, Münstersche Zeitung 18.07.2003
Radikaler Islamismus bedroht auch Europa
FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte warnte vor Terror-Gefahr
Das Szenario klingt bedrohlich: "Ich bin überzeugt, dass es langfristig in Europa eine Entwicklung gibt, die genauso unterschätzt wird wie lange Zeit die Entwicklung bei der Renten- öder Krankenversicherung", sagte Udo Ulfkotte. Gemeint ist der radikale Islaxnismus, der sich nach Auffassung des Redakteurs der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auch in Deutschland ausweitet. Seine Schlussfolgerung daraus: "Ich glaube nicht, dass es in einer Generation noch eine Koexistenz mit den Muslimen gibt, wie in der jetzigen Generation". Der Terrorexperte hat zu diesem Thema ein Buch geschrieben: "Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern". Am Donnerstag diskutierte er bei der CDU-Veranstaltung "Europabrücke" im Kloster Bentlage mit einem interessierten Publikum über das Thema.
Ulfkotte warnte in der gut besuchten Veranstaltung vor einer trügerischen Ruhe. Es passiere durchaus einiges, aber die Offentlichkeit bekomme nichts davon mit. Erst in der vergangenen Woche seien drei Marokkaner in Frankfurt festgenommen worden. Sie wollten, so der Referent, eine große Filiale einer Warenhauskette in Frankfurt in die Luft sprengen. "Davon ist nichts an die Offentlichkeit gelangt", sagte Ulfkotte.
Für ihn sei Osama bin Laden nicht der Übervater des radikalen Islamismus. "Es gibt eine Vielzahl Bin Ladens", sagte der Referent unter Hinweis auf ein komplexes Netzwerk. Die Wurzel seien gemeinsame Ideale, die in der sogenannten Muslimbruderschaft zu suchen seien. Gemeinsames Ziel ist nach An~ aben von Ulfkotte die Rückehr zu den Wurzeln des Islam und zu den sogenannten Kalifaten. Viele der Gruppen unterstützten sich gegenseitig. "Das kann auch friedlich und wohlwollend sein, indem zum Beispiel Geld gesammelt wird", sagte der Referent.
Als unverständlich und gefährlich bezeichnete Ulfkotte die Tatsache, dass Muslime in Deutschland Religionsunterricht erteilen könnten, die in direktem Zusammenhang mit der Organiation Milli Giirös stünden. "Ein Teil der Muslime verfolgt das Ziel, unser Land zu unterwandern", erklärte Ulfkotte. Nach seiner Einschätzung unterstützen auch friedliche Repräsentanten des Islam den Terror.
Ulfkotte warnte gleichzeitig davor, radikalen Islamismus mit dem Islam generell gleichzusetzen. Aber er bekannte auch: "Ich komme mit dem Islam in vielen Dingen nicht klar". Er warf der Religion mangelnde Toleranz vor. Wer sich einmal zum Islam bekannt habe, für den gebe es kein Zurück mehr. Ferner beklagte er den Alleinvertretungsanspruch der Religion.
"Wie kriegen wir das Zusamxnenleben hin?" Mit dieser naheliegenden Frage eröffnete Moderator Dr. Heinrich Hoffschulte die Diskussion. Ullkottes Rat: Nur Personen aus islamischen Religionsgemeinschaften akzeptieren, die wirklich den Dialog der Kulturen wollen. "Ausreichend differenzieren und genauer hingucken, was ist", so sagte es Dr. Heinz Janning, Rechtsdezernent in der Stadtverwaltung. Wichtig ist nach seiner Erfahrung zu wissen, wer den Religionsunterricht für die jungen Muslime erteile: "Der legt die Grundlagen".
Diskussionsthema war auch ein Hinweis in Ulfkottes aktuellem Buch auf Rheine. Danach existiere auch hier ein von der islamischen Gemeinschaft Milli Gürös gesteuerter Verein. Konkreter wurde der Referent unter Hinweis auf 750 verschiedene Vereine, unter denen Milli Gürös agiere, allerdings nicht.
Ulfkotte musste sich auch harsche Kritik gefallen lassen-"Sie treiben mehr Keile in diese Gesellschaft als nötig", wurde ihm entgegengehalten. Andere unterstützten seine Haltung: "Es ist wichtig, dass jemand gegen den Mainstream schwimmt".
Der Referent wies deutlich darauf hin, dass das Thema global zu sehen sei. Dem islamischen Terrorismus werde mehr Zulauf zugetrieben, "als uns recht sein kann". Dr. Hoff-schulte berichtete von persönlichen Eindrücken bei einer Asienreise. Als US-Präsident Bush vor dem Irak-Krieg von einem Kreuzzug gesprochen habe, sei die Stimmung in der muslimischen Welt komplett gegen die USA umgeschwenkt.
Münsterländische Volkszeitung 19.07.2003
Terroristen auch in Rheine?
Vortrag zum radikal-islamistischen Terrorismus mit FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte
"Ich bin nicht gegen den Islam, aber ich habe ein Problem mit dem lslamismus." Mit diesen Worten stellt Udo Ulfkotte seinen Standpunkt klar. Sein Buch jedoch, "Der Krieg in unseren Städten", gilt als umstritten, viele Klagen gingen schon bei ihm ein, schüre es doch Ausländerhass und fördere die Stigmatisierung der Muslime.
Bei seinem Vortrag am Donnerstagabend im Dormitorium des Kloster Bentlage aber gab sich Udo Ulfkotte, Redakteur der FAZ und Autor, sanfter, gar beschwichtigend. So nahm er zu den umstrittensten Punkten in seinem Buch keine Stellung.
In seinem zirka einstündigen Vortrag zeigte Ulfkotte nun also auf, wie es um Deutschland in Hinblick auf islamistisch-terroristische Aktivitäten bestellt sei. An Hand von konkreten belegbaren Beispielen führte er den zahlreichen Anwesenden im Kloster vor Augen, dass der Terrorismus, dessen Präsenz den Deutschen erst seit dem Septerhber 2001 wirklich bekannt ist, auch in der Bundesrepublik beheimatet ist. Das bekannteste Beispiel hierfür sei wohl Mohammed Atta, dessen vorheriges Leben man nach den Ereignissen um das World Trade Center bis nach Deutschland zurückverfolgen konnte.
Aber dies sei kein Einzelfall: "Wie aus Dokumenten des Bundeskriminalamtes hervorgeht, gibt es in Deutschland um die dreitausend Menschen, die verdächtig sind, Verbindungen zum internationalen radikal-islamistischen Terrorismus-Netzwerkes zu haben," so Udo Ulfkotte. Auch in nächster Umgebung soll es Unterstützer oder Angehörige von Terrorzellen geben, nicht nur in den großen Städten Hamburg, Berlin oder Frankfurt, auch in Delmenhorst und sogar Rheine gebe es nachweislich Muslime, die unter Verdacht stünden.
Ulfkotte ging in seinem Vortrag aber auch tiefer in die Materie und stellte dar, in welchem Maße die Demokratie in Deutschland Gegebenheiten aufweise, die den Angehörigen des Terrornetzwerkes Möglichkeiten zur legalen Ausbreitung und Finanzierung ihrer Pläne gibt. Hier führte er Beispiele aus dem Autohandel an.
Außerdem wies er auf die Gefahren für nachkommende Generationen hin, die entstehen, wenn man dieser derzeitigen Entwicklung nicht Einhalt gebieten könne. Eine Antwort auf die Frage, die in der anschließenden Diskussionsrunde aufkam, was jeder Einzelne tun könne, konnte er auch nicht geben.
Ebenso wenig äußerte Udo Ulfkotte sich zu den Passagen in seinem Buch, in denen er zur Eindämmung des Terrorismus verschärfte Kriterien in Sachen Zuwanderung und Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft fordert - jene Punkte, die bei den Muslimen für große Erzürnung sorgten.
Münstersche Zeitung 19.07.2003
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